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Berliner Halbmarathon:
Unser Ehrenmitglied läuft für die Organisation VoT Germany

Wir danken Yan herzlich für sein Engagement, das weit über Worte hinausgeht. Wer mitläuft, läuft auch für all jene, deren Geschichten zu selten gehört werden.

Auch einige unserer Mitglieder waren vor Ort, um ihn lautstark anzufeuern – für uns ein bewegender Moment der Gemeinschaft und Stärke.

Solche Gesten erinnern uns daran, dass Solidarität nicht nur in Worten, sondern auch in Taten sichtbar wird.

Worum geht es?

Der Berliner Halbmarathon steht bei allen Begeisterten für einen einzigartigen Spirit. Es ist einer der größten Halbmarathons weltweit, der größte von Berlin und in diesem Jahr die 44. Auflage mit einer Teilnehmerstärke von circa 40.000 Läufern aus 135 Nationen. Aufgrund des Wetters, war kaum mit starken Leistungen in der Form zu rechnen. Es war sonnig, aber bitterkalt und sehr windig- ein Traum für alle Zuschauer, die am Rande mit Begeisterung auf ihre Läufer anfeuerten und jubelten. Der Veranstalter sorgte mit seiner Streckenführung für reichlich Abwechslung mit vielen Berliner Sehenswürdigkeiten. Auch wir sind mit einigen Mitgliedern der Organisation vor Ort gewesen, um unser Ehrenmitglied anzuspornen und zu motivieren. Obwohl es bei der Vielzahl an Startwellen schwierig wurde, einzelne Sportler ausfindig zu machen, gab es auch einzigartige Kostüme auf der Strecke, die herausstachen. Die Stimmung auf der Fanmeile war ausgelassen und fröhlich.

Wir sind mächtig stolz auf unser Ehrenmitglied Yan St. Pierre, als er mit 01:48:45 nach 21 Kilometern durch das Ziel lief, und damit sein drittbestes Ergebnis für dieses Rennen erreichte.

Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch!

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Yan St. Pierre: „Es war mir eine besondere Ehre, den Berliner Halbmarathon für den deutschen –Verein Opfer von Terrorismus-Deutschland- zu laufen.
Vielen Dank für eure Energie und Unterstützung!“

Halbmarathon-Urkunde
Foto: Urkunde

📅 Datum: 6. April 2025

📍 Ort: Berlin, Halbmarathon

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Wir danken Julia herzlich für ihre Offenheit und ihren Mut, die eigene Geschichte mit der Öffentlichkeit zu teilen.
Wer spricht, spricht auch für all jene, deren Erfahrungen oft ungehört bleiben.
Für uns war ihr Auftritt ein kraftvoller Moment der Sichtbarkeit, der Erinnerung und der Verantwortung.
Solche Beiträge zeigen, dass Veränderung dort beginnt, wo Schweigen endet.

Worum geht es?

Am 4. April 2025 war unser Vorstandsmitglied Julia Kühne in der renommierten Talkrunde Nachtcafé des SWR zu sehen. Die Folge mit dem Titel „Umgang mit der Angst“ widmete sich der Frage, wie Menschen mit tiefgreifenden traumatischen Erfahrungen umgehen – und welche Wege sie finden, um weiterzumachen.

Julia sprach dort offen über ihre Erlebnisse nach dem islamistischen Anschlag auf dem Breitscheidplatz. In persönlichen Worten schilderte sie, wie schwierig der Umgang mit Angst und Isolation war – aber auch, wie wichtig es ist, diesen Erfahrungen eine Stimme zu geben.

Dabei stellte sie auch die Arbeit von VoT Germany e.V. vor: eine Organisation, die von Betroffenen gegründet wurde, um anderen Betroffenen zur Seite zu stehen, politische Veränderungen anzustoßen und bestehende Strukturen zu verbessern.

Der Auftritt war geprägt von Empathie, Stärke und einem klaren Appell: Trauma ist nicht privat – es ist politisch. Sichtbarkeit ist kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für Veränderung.

Sendehinweis:

„Umgang mit der Angst“ – SWR-Nachtcafé, Ausstrahlung vom 4. April 2025, 22:00 Uhr

Wir sagen: Danke für deinen Mut und deine Stimme.

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Wir freuen uns sehr, dass unser Vorstandsmitglied im SWR Nachtcafé zu Gast war – und dort nicht nur ihre persönliche Geschichte geteilt, sondern auch die Anliegen von VoT Germany eindrucksvoll vertreten hat. Danke für diesen starken Auftritt und die wichtige Stimme für Opfer von Terrorismus.

Wir haben uns sehr gefreut, die Bekanntschaft dieser außergewöhnlichen Persönlichkeiten gemacht zu haben. Der Austausch mit Reinhold Beckmann, Prof. Ulrich Hoinkes, Annette Pum, Uwe Dziuballa und Dr. Christian Firus war ebenso inspirierend wie berührend.

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Gedenken an Terrorismusopfer Der Zusammenschluss von Betroffenen, möchte die Erinnerung an Terrorismusopfer einer besonderen Aufmerksamkeit widmen. Vielen Hinterbliebenen, Überlebenden, Zeugen oder Ersthelfern von Terroranschlägen ist es von großer Bedeutung, dass es Möglichkeiten gibt, um gemeinsam die Erinnerungen wachzuhalten. Es ist wichtig, dass jeder, der mit dieser Form der Trauerbewältigung umgehen muss, seinen Weg der Verarbeitung findet. Da die Tatsache mit einer inhaltlich schwerwiegenden Komponente verbunden ist, haben Betroffene von Terrorismus ein spezielles Anliegen an die Gesellschaft, Politik und die Medien, der sie allen gleichermaßen gerecht werden wollen. Die Erwartungen in den verschiedenen Bereichen sind hoch und stehen entgegen dem eigenen, inneren Gefühl des Rückzugs. Somit sind die Wege der Trauernden sehr individuell und verschieden- die Erinnerungen von Terrorismusopfern stets wach. Fakt ist, dass nicht jeder, der betroffen ist, teilweise weder Mittel hat noch einen Ort besuchen kann, welche alle Anschläge als Gedenken für den Verlust vereint. Darum ist es eines unserer Ziele, einen Platz für ein Mahnmal dieser Art zu schaffen. Das Gedenken an Terrorismusopfer ist einer besonderen Aufmerksamkeit geschuldet und sollte einen Ort des Gedenkens für alle gewährleisten.

Eine Nationale Gedenkstelle für Terroropfer – ist eines unserer Ziele und der Wunsch vieler Betroffenen- um die Erinnerungen wachzuhalten.

Niemand soll vergessen bleiben VoT Germany möchte an dieser Stelle das Gedenken fördern, was Teil unserer Identität sein wird. Es verändert sich auch hier die öffentliche Wahrnehmung, und wir wollen dazu beitragen, den Opfern die entsprechende Aufmerksamkeit wiederzugeben. Niemand soll vergessen bleiben. Am 11. März haben wir in diesem Jahr nicht nur den 4. Nationalen und 21. Europäischen Gedenktag für Opfer von Terrorismus zu verzeichnen, sondern auch andere wichtige Tage des Gedenkens, welche mit besonderer Gewissenhaftigkeit aufgearbeitet werden sollen.

Unbekannte Dimension Unser Team versucht sorgfältig alle relevanten Daten zu recherchieren, die im Zusammenhang eines Anschlags mit deutschen Betroffenen stehen. Da es sich noch immer um eine unbekannte Dimension an Terroropfern und Überlebenden handelt, werden wir auch diese Inhalte immer wieder ergänzen und erweitern müssen. Das hängt leider auch mit der fehlenden Aufzeichnung der entsprechenden Behörden zusammen, die erst spät begonnen haben, diese Zahlen zu dokumentieren. Besonders, wenn es sich um grenzüberscheitende Fälle handelt, bei denen das Auswärtige Amt, die Botschaften oder das Bundeskriminalamt von den ausländischen Behörden abhängig ist, kann es zu Differenzen kommen. Auch Überlebende, Zeugen oder Ersthelfer, welche in einem Fall außerhalb Deutschlands verwickelt wurden, gibt es betroffene Personen, die keine Angaben machen möchten oder keine Daten angegeben haben- aus verschiedenen Gründen.

Fehlende Anerkennung im Ausland Auch ist es leichter, auf eine Plattform innerhalb Europas zurückzugreifen, aber dafür eine besondere Herausforderung, entsprechende Auskünfte aus nichteuropäischen Ländern abzufragen. Hier gelten ungern touristische Gebiete als gefährlich, in Verbindung mit einem Terroranschlag, sodass es ebenfalls zu einer fehlenden Anerkennung des Landes führen kann. Die eigenen oder juristischen Bemühungen hier für Klarheiten zu sorgen bzw. Auskünfte zu bekommen, stößt oft an Grenzen. Ebenso verhält es sich mit dem Gedenken. Wie wäre das zu garantieren – oder welche Möglichkeiten gibt es?

VoT Germany möchte an dieser Stelle bitten, sich bei uns melden zu können, solltest Du Dich nicht wiederfinden, aber zu einer Betroffenengruppe gehören, die noch nicht erfasst wurde., oder mit entsprechenden Schwierigkeiten verbunden ist. Wir wissen darum, dass es manchmal Jahre dauern kann, bis das Erinnerungsvermögen wieder hergestellt ist, Du isoliert gelebt hast, es keine ausreichenden Antworten gab- oder Du bereit bist, Dich erst jetzt zu öffnen bzw. zu melden.

Hierfür möchten wir gern auf das Kontaktformular verweisen, mit dem Stichwort: Eintragung Datenbank- Gedenken Natürlich ist auch ein persönliches Gespräch möglich.

Bardo-Museum / 10. Jahrestag Am 18. März 2015 stürmten zwei bewaffnete Männer das Bardo-Nationalmuseum in Tunis und eröffneten das Feuer auf Besucher. Dabei wurden 22 Menschen getötet, darunter zahlreiche Touristen, und über 50 weitere verletzt. Dieser Angriff zielte auf die kulturelle Vielfalt und den aufstrebenden Tourismus Tunesiens ab.

Brüssel / 9. Jahrestag Am 22. März 2016 erschütterten koordinierte Bombenanschläge den Flughafen Brüssel-Zaventem und die U-Bahn-Station Maelbeek. Bei diesen Angriffen wurden 32 Menschen getötet und über 300 verletzt. Zu den Todesopfern gehört eine deutsche Staatsbürgerin. Die Anschläge trafen das Herz Europas und unterstrichen die Notwendigkeit eines gemeinsamen Vorgehens gegen den Terrorismus.

Westminster / 8. Jahrestag Am 22. März 2017 fuhr ein Attentäter mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge auf der Westminster-Brücke und verletzte zahlreiche Passanten. Anschließend erstach er einen Polizisten vor dem britischen Parlament. Fünf Menschen verloren ihr Leben, darunter der Angreifer, und etwa 50 weitere wurden verletzt. Darunter eine deutsche Staatsbürgerin. Dieser Angriff zielte auf das politische Zentrum Großbritanniens und sollte Angst und Zwietracht säen.

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Warum findet der nationale Gedenktag für Opfer von Terrorismus in der Gesellschaft und medial kaum Beachtung?

Wir beobachten

Es gibt laut Kalender folgende Einträge:

  • Tag der Erde
  • Tag für Gesundheit am Arbeitsplatz
  • Weltlachtag
  • Tag des Kaffees
  • Fischbrötchentag
  • Tag der verlorenen Socke
  • Tag des Fahrrades
  • Tag der Ozeane
  • Einen Schlaftag und viele andere, auch absurde Kalendertage.

Aber wo ist der Nationale Gedenktag für Opfer von Terrorismus markiert?

Nirgends!

Opferbeauftragten der Länder

Warum nutzen die Opferbeauftragten der Länder ihre Webseiten nicht, um diesen Tag zu markieren oder diesen am 11. März zu kennzeichnen?

Mit Nachdruck der Initiative Breitscheidplatz vom 19.12.2016 konnte mit März 2017 in einem gemeinsamen Gespräch mit dem damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck darauf gedrungen werden, nicht nur einen Bundesopferbeauftragten für Opfer von Terrorismus einzusetzen, sondern dass jedes der 16 Bundesländer eine Anlaufstelle bzw. einen Opferbeauftragten einsetzt. Diese Maßnahme wurde -bis auf das Land Brandenburg- in den letzten Jahren schrittweise eingeführt.

  • Nur die sächsische Opferbeauftragte Iris Kloppich erinnert an Terrorismusopfer am 11. März 2025

(Pdf Nat. Gedenktag)

Warum wurden nicht in allen Bundesländern eine Trauerbeflaggung aller staatlichen Dienstgebäude umgesetzt?

Nur Trauerbeflaggung in:

  • Nordrhein- Westfalen
  • Berlin
  • Bayern
  • Sachsen-Anhalt
  • Thüringen
  • Und in einigen wenigen Städten und Gemeinden

Mögliche Ursachen:

  • Es handelt sich um ein sehr junges Gedenken, mit wenig Bekanntheitsgrad
  • Nationale Gedenken ist an dem Europäischen Gedenktag gekoppelt
  • Es gibt zu viele Gedenktage
  • Medial überwog die Berichterstattung zu Wahlthemen
  • Außenpolitische Themen dominierten in den Medien
  • Keine ausreichende Bekanntmachung
  • Wenig Interesse für die Opferperspektive
  • 11. März ist an kein nationales Ereignis geknüpft
  • Initiativen der Länder fehlen
  • Fehlendes Interesse der Redaktionen für eine Berichterstattung

Was können wir tun?

Um die Aufmerksamkeit hierfür zu erhöhen, wird VoT Germany mit folgenden Maßnahmen starten:

  • Redaktionen von Kalenderherstellen werden angeschrieben, und gebeten, diese Eintragungen für die nächsten Ausgaben vorzunehmen
  • Bei den Opferbeauftragten aller Bundesländer nachfragen, warum dieser Tag keine Beachtung findet
  • Eigenes Gedenken entwickeln
  • Möglichkeiten der eigenen Netzwerke nutzen, um den 11. März besser zu etablieren
  • Nationale und internationale Verbände einbeziehen
  • An die Parteien im Bundestag herantreten