
Empfehlung an die Presse
In der öffentlichen Berichterstattung wird die Darstellung von Tätern häufig sehr prominent umgesetzt. Aus unserer eigenen Erfahrung mit Betroffenen wissen wir, dass dies zu weiterer Traumatisierung oder Retraumatisierung führen kann. Die wiederholte Konfrontation mit Täterbildern, Namen oder detaillierten Tatbeschreibungen belastet viele Opfer zusätzlich und erschwert den Prozess der Verarbeitung.
Wir wissen um die wichtige Rolle der Presse in der gesellschaftlichen Aufklärung und schätzen die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten sehr. Gleichzeitig möchten wir im gegenseitigen Austausch darauf hinweisen, wie bedeutsam eine sensible und verantwortungsvolle Darstellung ist – insbesondere in Zeiten aktueller Ereignisse wie dem Anschlag beim Berliner CSD am 25. Juli 2026.
Unsere Bitte an Medienvertreter lautet daher:
Täter nicht zu zentralisieren, keine Täterbilder oder Namen hervorzuheben und stattdessen die Perspektiven der Betroffenen, ihre Rechte, ihre Würde und die gesellschaftliche Aufarbeitung in den Mittelpunkt zu stellen. Eine solche Berichterstattung schützt die Betroffenen, verhindert zusätzliche Belastungen und stärkt das Vertrauen in eine respektvolle öffentliche Kommunikation.
Hilfe
Du benötigst Hilfe, hier unser Handbuch für dich.

Mitgliederantrag
Für Betroffene eines Terroranschlags ist die Mitgliedschaft kostenlos
„Geduld ist das Schwerste und das Einzige, was zu lernen sich lohnt.
Alle Natur, alles Wachstum, aller Friede, alles Gedeihen und Schöne in der Welt beruht auf Geduld, braucht Zeit, braucht Stille, braucht Vertrauen.“